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Norddeutsche Affinerie kaufen


10.03.2009
Bankhaus Lampe

Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, rät nach wie vor zum Kauf der Norddeutschen Affinerie-Aktie (ISIN DE0006766504 / WKN 676650).

Nachdem die Rekorddividende von 1,60 Euro je Aktie nach der Hauptversammlung Ende Februar gezahlt worden sei, habe der Kurs der Aktie der Norddeutschen Affinerie wieder die Fahrt Richtung Süden aufgenommen. Seit Jahresanfang habe die Aktie fast ein Drittel an Wert verloren.

Die Gründe seien zum einen in den negativen Bewertungseffekten aufgrund des Kupferpreisverfalls und zum anderen in den nachlassenden Aktienkäufen des Großaktionärs Salzgitter zu finden. Die Abschreibungsproblematik bei den Kupferbeständen könnte sich nach Meinung der Analysten im laufenden Quartal wieder leicht verbessern, da der Kupferpreis sich in den letzten Wochen wieder stabilisiert habe. Das sei umso bedeutender, als das sich die Kupferkathodenproduktion weiterhin auf einem hohen Niveau befinde und die
Norddeutsche Affiniere ihre produzierten Kathoden bislang gut im Markt habe veräußern können.


Die Probleme würden operativ zur Zeit in der Kupferverarbeitung liegen, da hier der abrupte Nachfragestopp aus den Abnehmerindustrien, wie der Elektro- und Automobilbranche durchschlage. Diese Einbrüche könnten nicht durch die Lieferungen an die Versorgungsindustrie und Medizintechnik kompensiert werden.

Nach der Vorlage der Quartalszahlen habe sich der EPS-Konsens (Quelle: factSet) für das laufende Geschäftsjahr deutlich auf 1,62 Euro je Aktie reduziert. Man erwarte, dass die Norddeutsche Affinerie, die voraussichtlich ab April unter ihrem neuen Namen "Aurubis" firmiere, operativ schwarze Zahlen schreiben werde. Das Bewertungsergebnis könne das Gesamtergebnis jedoch deutlich belasten. Dies hätten die Analysten in ihrem Modell entsprechend berücksichtigt. Dass Salzgitter die Anteilskäufe zur Zeit ausgesetzt haben dürfte, liege auf der Hand, da die Wirtschaftskrise die Stahlindustrie deutlich stärker getroffen habe als es bei dem Kupferproduzenten der Fall gewesen sei. Zudem habe Salzgitter mit dem Engagement bei der NA für eine relative Outperformance der Aktie gesorgt.

Neben der Peer-Group-Bewertung hätten die Analysten ihr DCF-Modell bei der Wertermittlung berücksichtigt und würden so ein faires Kursniveau von 26 Euro für die Aktie der Norddeutschen Affinerie ermitteln. Da man nicht mit einem weiteren Verfall der Kupferpreise rechne, sollte sich die Bewertungsproblematik wieder entspannen, was nach Meinung der Analysten auch die Aktie wieder gen Norden bewegen sollte.

Die Analysten vom Bankhaus Lampe empfehlen die Aktien der Norddeutschen Affinerie bei einem von zuvor 30 Euro auf jetzt 26 Euro gesenkten Kursziel zu kaufen. (Analyse vom 10.03.2009) (10.03.2009/ac/a/d)




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